Som­mer­fest im Grün­der­zen­trum Hub31, 17.30 Uhr, Pre­miere für das mobile Dreh­kreuz. Die Conn­fair-Inge­nieure, ‑Ent­wick­ler und ‑Pro­jekt­ma­na­ger scha­ren sich am Ein­lass und war­ten gebannt auf den ers­ten Besu­cher. Mona­te­lang haben sie getüf­telt, gesägt, geschraubt, 3‑D-gedruckt, pro­gram­miert. Wie wer­den die Besu­cher beim ers­ten Live-Test wohl auf das mobile Dreh­kreuz reagie­ren? Wo muss noch nach­ge­bes­sert wer­den, was funk­tio­niert gut?

Die erste Testerin…

…ist sechs Jahre alt. Das Ticket hat die Mut­ter von Paula auf dem Smart­phone dabei. Sie zoomt auf den QR-Code, legt es auf die Ablage, war­tet kurz. “Tsching!”, ein grü­nes Licht leuch­tet auf. Dem Som­mer­fest steht für Paula nichts mehr im Weg. “Ich mag so einen Ein­gang, das finde ich wit­zig gemacht”, sagt die Sechs­jäh­rige auf Nach­frage. Erleich­ter­tes Aus­at­men, der Kin­der­test ist also schon ein­mal bestan­den. Doch wie sieht es mit den Erwach­se­nen aus?
 
Lob und Kritik
Der nächste Schwung betritt die Event­lo­ca­tion. Was auf­fällt: Einige ver­su­chen, ihren QR-Code oben auf dem Dis­play zu scan­nen. Das sei intui­ti­ver, wie im Flug­ha­fen, erklä­ren sie. Das Smart­phone mit der Ein­lass-App scannt jedoch nach unten, man muss sein Ticket also in den Zwi­schen­raum hal­ten. Mecha­ni­ker Thi­bault hört dem Feed­back gespannt zu und beob­ach­tet. “Das ist ein Pro­to­typ”, erklärt er. “Wir schauen, wie sich die Leute ver­hal­ten und viel­leicht wer­den wir das in Zukunft ändern.”
 
Björn Ehmig von der Tele­kom fin­det das Dreh­kreuz inter­es­sant. “Das ist ein mobi­les Gerät, das finde ich auf jeden Fall span­nend”, sagt er. Er könne sich gut vor­stel­len, wie man Kon­fe­renz­räume damit zu zugangs­be­schränk­ten Tagungs­räu­men umfunk­tio­niert. Auch Dirk Peters malt sich schon Ver­an­stal­tun­gen aus, die drau­ßen oder an unge­wöhn­li­chen Orten statt­fin­den. “Der Clou ist, dass es mobil ist und man jeden Ort zur Event­lo­ca­tion machen kann”, sagt er. Das Dreh­kreuz könne man ein­fach hinrollen.
 
Begeis­tert ist er vom grü­nen LED-Licht: “Das ist wirk­lich sehr klar.” Für Far­ben­blinde sollte man sich den­noch über­le­gen, zusätz­lich ein Sym­bol dran zu machen. Ein ande­rer Gast lobt den Zäh­l­ef­fekt: Dass das mobile Dreh­kreuz auto­ma­ti­siert mit­zähle, wie viele Men­schen sich in einem Raum befin­den, sei sehr prak­tisch. Zum Bei­spiel, wenn man eine Brand­schutz­ver­ord­nung ein­zu­hal­ten habe.
 
In Win­des­eile auf- und abgebaut
 
Am Ende des Events ist Conn­fair-Geschäfts­füh­rer Arne Schäu­fele zufrie­den. Das mobile Dreh­kreuz sei sehr gut ange­kom­men bei den Besu­chern, resü­miert er. Spät­abends macht er noch eine posi­tive Erfah­rung: Trotz Müdig­keit lässt sich das Dreh­kreuz in Win­des­eile zusam­men­klap­pen und wie­der bei­seite rol­len. Feu­er­taufe bestanden!